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Marianne Hörmann

JOSEF FLOCH, Schweigen der Bilder – Sprache der Träume

Seine Bilder atmen eine Stille, die der Ewigkeit gleicht, seine Figuren, Räume, Landschaften sind uns, dem Betrachter, durch einen feinen Schleier entrückt. Sie erzählen keine Geschichten, haben keine Handlung, sie beschreiben Zustände. Jedes dieser Bilder ist ein Stilleben, das Geheimnisse atmet, wie die kunstvollen Arrangements der niederländischen Meister. Sie liegen in der Tradition einer lautlosen Malerei, die eine in sich geschlossene Welt beschreibt und im 20. Jahrhundert in den Werken Giorgio de Chiricos und der Pittura Metafisica ihren kraftvollsten wie auch beengendsten Ausdruck gefunden hat. In dieser Tradition stehen auch die traumwandlerischen Figuren des österreichischen Malers Josef Floch.

Bei einer Beschreibung seines malerischen Werdegangs wird die geradlinige Entwicklung des Künstlers auffallend sein, die in Diskrepanz zu den Unruhen und Schicksalsschlägen seines Lebens steht.

Am 5. November 1894 in Wien geboren, gehört Floch zu jener Generation von Künstlern, die ihre Ausbildung noch im Umfeld der Hochblüte der Wiener Kunst um

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